Schulterschluss der 14 Kläger

Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten NRW e.V.

Gemeinsam gegen die Genehmigung

Schulterschluss – Gemeinsam gegen die Erweiterung des Salzabbaus am Niederrhein

Die Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg vom 9. April 2025 zur Erweiterung des Steinsalzabbaus im Werk Borth hat eine breite Allianz am Niederrhein entstehen lassen.

Das Bündnis

14 Kläger – 14 eigenständige Klagen – ein gemeinsames Ziel

Insgesamt 14 Kläger haben sich zusammengeschlossen, um sich gegen die aus ihrer Sicht schwerwiegenden Mängel der Genehmigung und der zugrunde liegenden Antragsunterlagen zu wehren.

Jede Partei führt dabei eine eigene, separat geführte Klage. Der fachliche und inhaltliche Austausch erfolgt jedoch gemeinsam.

Dieses Bündnis wird als „Schulterschluss“ bezeichnet.

Beteiligte

Wer gehört zum Schulterschluss?

Dem Schulterschluss gehören unterschiedliche kommunale, kirchliche, wirtschaftliche und private Kläger sowie Interessenvertretungen an.

Bürgerinitiative

Bürgerinitiative Salzbergbaugeschädigte NRW e. V.

Anerkannter Umweltverband

Kommunen

Vier Kommunen

  • Xanten
  • Alpen
  • Rheinberg
  • Sonsbeck

Hochwasserschutz

Deichverband Duisburg–Xanten

Wasserversorgung

Kommunales Wasserwerk (KWW)

Gesundheitsversorgung

St.-Josef-Hospital Xanten

Kulturgut

Dombauverein St. Viktor in Xanten

Kirchliche Einrichtungen

Zwei katholische Kirchengemeinden

Kirchliche Einrichtung

Eine Ordensgemeinschaft

Wirtschaft

Firma Lemken

International tätiges Landtechnikunternehmen

Privat

Ein Privatkläger

Alle 14 Kläger haben eigenständige Klagen erhoben, verfolgen jedoch ein gemeinsames Ziel.

Hintergrund

Warum gibt es den Schulterschluss?

Die Klägerinnen und Kläger bewerten die Genehmigung der Bezirksregierung äußerst kritisch.

Bewertung des Bündnisses

„Lebensraumbedrohung“

„Grundwasservernichtung im großen Stil“

1

Schutz des Niederrheins

Der Niederrhein ist ein besonders sensibles Gebiet mit geringer Geländeneigung, hoher Hochwassergefährdung und komplexen Grundwasserverhältnissen.

Die Kläger sehen durch den fortgesetzten und erweiterten Salzabbau schwere Risiken für:

  • Grundwasser
  • Deichsicherheit
  • Trinkwasserschutz
  • Landwirtschaft
  • Siedlungsgebiete
  • Infrastruktur
2

Massive Kritik an der Genehmigungspraxis

Die Kläger sprechen von einer „nahezu bedingungslosen Genehmigung“, die aus ihrer Sicht zentrale Umwelt-, Hochwasser-, Sicherheits- und Wasserschutzaspekte nicht ausreichend berücksichtigt.

3

Forderung nach belastbaren Grundlagen

Gemeinsam fordert das Bündnis:

  • wissenschaftlich belastbare Gutachten
  • eine vollständige und realitätsnahe Risikobewertung
  • verbindliche, scharfe Auflagen
  • eine Reform des Bundesberggesetzes

Nach Ansicht des Bündnisses gewährleistet das Bundesberggesetz den Schutz der Bevölkerung, der Umwelt und der Infrastruktur nicht ausreichend.

Zusammenarbeit

Was der Schulterschluss konkret tut

Regelmäßiger Austausch

Die 14 Kläger stimmen sich kontinuierlich ab, insbesondere zu:

  • fachlichen Fragen wie Hydrogeologie, Senkungen und Hochwasserschutz
  • rechtlichen Entwicklungen im Klageverfahren
  • gemeinsamen Positionen gegenüber Behörden und Öffentlichkeit

Gemeinsame Vorbereitung auf das Klageverfahren

Auch wenn jede Klage eigenständig geführt wird, ist der fachliche Austausch untereinander ein zentraler Bestandteil des Bündnisses.

Informationsarbeit für Bürgerinnen und Bürger

Der Schulterschluss organisiert öffentliche Veranstaltungen, informiert die Bevölkerung über Risiken und beantwortet Fragen.

Gemeinsames Ziel

Ein sicherer, lebenswerter Niederrhein

Alle 14 Kläger eint ein gemeinsames Anliegen: Der Niederrhein muss ein lebenswerter Ort bleiben – mit sicherem Grundwasser, geschützten Landschaften, verlässlicher Trinkwasserversorgung, stabilen Deichen und intakter Infrastruktur.

Verantwortung Transparenz Fachlichkeit Gemeinsames Eintreten für die Menschen am Niederrhein