Salzbergbau bald auch unter Ihrem Gebäude?

Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten NRW e.V.

Neue Abbaugebiete

Salzbergbau bald auch unter Ihrem Gebäude?

Die geplante Erweiterung des Salzbergbaus betrifft große Bereiche von Xanten, Birten, Veen, Borth, Menzelen und Wallach.

Hintergrund

Geplante Erweiterung des Salzabbaus

Die Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten NRW e.V. macht auf die geplante Erweiterung des Salzbergbaus in den Bereichen Xanten/Birten/Veen und Menzelen-West/Borth/Wallach aufmerksam.

Die Firma K+S Minerals and Agriculture GmbH (vormals Esco) plant den bestehenden und bereits zeitlich über das Jahr 2025 verlängerten Rahmenbetriebsplan durch neue, bisher nicht vom Salzabbau betroffene Gebiete zu erweitern.

Die Ausweitung des geplanten Salzabbaus soll insgesamt zu Senkungsbereichen in einer Größenordnung von etwa 4.700 Hektar führen.

Die Vorbereitungen des Verfahrens wurden durch eine Planerische Mitteilung eröffnet. Der geplante Umfang und die Inhalte der Umweltverträglichkeitsprüfung wurden im Rahmen eines Scoping-Termins am 26.11.2019 mit betroffenen Kommunen, Verbänden und der Bürgerinitiative erörtert.

Beteiligung

Stellungnahmen zum Verfahren

Die Bürgerinitiative hat ihre Bedenken frühzeitig und umfassend in das Verfahren eingebracht.

Senkungsgebiete

Welche Gebiete könnten betroffen sein?

Die folgenden Darstellungen zeigen die prognostizierten Senkungsgebiete in Xanten/Veen/Birten sowie Borth/Alpen/Menzelen/Wallach.

Die Karten wurden auf Grundlage der Unterlagen der Planerischen Mitteilung erstellt.

Hinweis aus den damaligen Planungsunterlagen

Für Bereiche innerhalb der dargestellten Senkungsgebiete wurden Senkungen von etwa 10 bis 300 cm prognostiziert.

Prognostiziertes Senkungsgebiet Xanten Birten Veen
Xanten / Birten / Veen
Prognostiziertes Senkungsgebiet Menzelen Borth Wallach Ossenberg
Menzelen / Borth / Wallach / Ossenberg

Kartenmaterial: TIM-online NRW

Mögliche Folgen

Was könnte auf Betroffene zukommen?

Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Veröffentlichung war noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Die Bürgerinitiative hat insbesondere auf folgende mögliche Auswirkungen hingewiesen:

Bodensenkungen

Senkungen des Erdreiches von bis zu etwa 3 Metern in besonders betroffenen Bereichen.

Gebäudeschäden

Mögliche Schieflagen, Risse und weitere Schäden an Gebäuden und baulichen Anlagen.

Infrastruktur

Mögliche Schäden an Straßen, Abwasserkanälen, Hausanschlüssen und weiterer technischer Infrastruktur.

Grundwasser

Veränderungen der Grundwasserverhältnisse können Vernässungen von Kellern, Grundstücken und Flächen begünstigen.

Hochwasser

Durch zusätzliche Bodensenkungen können bestehende Hochwasser- und Überflutungsrisiken verstärkt werden.

Sprengungen

Sprenggeräusche und Erschütterungen können auch an der Tagesoberfläche wahrnehmbar sein.

Langzeitwirkungen

Senkungsprozesse können sich über sehr lange Zeiträume fortsetzen und damit langfristige Folgen verursachen.

Immobilienwerte

Bergbauliche Einwirkungen können sich möglicherweise auch auf die Bewertung von Immobilien und Grundstücken auswirken.

Aktueller Hinweis

Schlichtungsstelle Bergschaden NRW

Seit dem 1. Januar 2026 nimmt K+S probeweise für zwei Jahre an der Schlichtungsstelle Bergschaden NRW teil.

Diese Möglichkeit gilt grundsätzlich für den Bereich der Markscheide des Werks Borth. Für Schäden aus dem früheren Solvay-Salzbergbau besteht diese Möglichkeit weiterhin nicht, da die Regulierungsfirma Cavity der Schlichtungsstelle bislang nicht beigetreten ist.

Mehr zur Schlichtungsstelle Bergschaden NRW

Gemeinsam aktiv

Gemeinsam sind wir stark

Bürgerinnen und Bürger können die Arbeit der Bürgerinitiative unterstützen und sich gemeinsam mit anderen Betroffenen einbringen.

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