Wir fordern die Schaffung einer Schlichtungsstelle für den Salzbergbau in NRW

Hintergrund dieser Forderung sind die entstandenen Berg- / bzw. Bodensenkungen, die durch den Salzabbau, der seit 1926 am Niederrhein betrieben wird. In einem Zeitfenster von 100 bis 150 Jahren entstehen nach der Förderung des Salzes, Risse und Zerrungen in den Rheindeichen, Straßen und Gebäuden.

Die Firma Cavity, die für die Regulierung der Schäden von Solvay eingesetzt wurde, konzentriert sich im Wesentlichen nur auf die Deichanlagen, die den gesamten Rheinbogen umfassen und somit auch das gesamte Gebiet des Salzabbau betrifft. Weiter beteiligt Cavity sich an der Erneuerung der Straßen und an der Verlegung von bis zu einem Meter dicken Wasserleitungen, um das aufsteigende Grundwasser in den Altrhein bei Xanten-Birten abzupumpen.

Den einfachen Bürger in dieser Region lässt man mit seinen Problemen allein. Er muss durch selbst finanzierte Gutachten versuchen zu beweisen, dass diese durch Salzabbau entstandenen sind.

 

Wir fordern die Errichtung von Auffangbecken und leistungsstarke Kanalsysteme für Wassermassen

Bodenveränderungen die durch den Salzbergbau entstanden sind, machen sich vor allem in der Bildung von sogenannten Senkungstrichtern bemerkbar. Diese stellen in allen betroffenen Gebieten eine große Gefahr dar, sollte es zu einem Starkregen kommen. Hintergrund ist, dass die Ortschaften durch die Senkungen bereits um gut 3-5 Meter an den tiefsten Stellen abgesackt sind. Dieses führt zu einem Trichter, der keinen Ablauf mehr hat. Wenn es zu einem Starkregen kommt, bleibt das Wasser darin stehen.

Wir benötigen dringend eine Lösung dieses Problems. Eine Investition in ein leistungsstarkes Kanalsystem inklusive Pumpen und Wasserrückhaltebecken wäre die Lösung. Dieses könnte in einem größeren Gebiet am Rand der Ortschaften errichtet werden. Kommt es dann zu einem Starkregen, so müsste von diesem Becken aus, das Regenwasser zum Rhein gepumpt werden.

Ein großer Schaden durch Starkregen, durch den die Häuser metertief im Wasser stehen würden, kann damit verhindert werden.

 

Neben den Häusern nimmt auch die Natur großen Schaden durch die Vernässung der Flächen. Im Naturschutzgebiet Bislicher Insel, in dem ein Vogelparadies vorhanden ist, könnten sich solche Senkungen bereits in den nächsten Jahrzehnten einstellen, da momentan unter der Bislicher Insel abgebaut wird. Welche Folgen dieses auf das Naturschutzgebiet haben wird, ist nur sehr schwer abzuschätzen.