Die Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft – LINEG – wurde 1913 gegründet, um die Auswirkungen des untertägigen Salz- und Steinkohleabbaus auf Gewässer und Grundwasser zu regulieren. 

 

Die Lineg pumpt im Auftrage der Solvay und Esco Grundwasser ab, um insbesondere durch den Salzabbau zu erwartende wasserwirtschaftliche Veränderungen zu vermeiden, zu mindern, zu beseitigen und auszugleichen. Die bedarfsgerechte Grundwasserabsenkung geschieht auf der Grundlage von Steuer- und Förderbrunnen.

Um die großflächige Überflutung des niederrheinischen Salzbergbaureviers zu verhindern, die durch die bergbaubedingte Bodenabsenkung von über 2 Metern entstehen würde, muss die Lineg dieses Wasser abpumpen. Durch das Abpumpen des Grundwassers fallen jetzt ehemals immer nasse Aueböden trocken, die wiederum eigene Senkungen erzeugen.

Mit dem Abpumpen des Grundwassers können Feinsande mit abgepumpt werden. Dabei können Auflockerungen und Hohlräume entstehen. Dieses ist besonders im Bereich der Deiche gefährlich.

In manchen Abbaugebieten müssen die Pumpen ständig laufen. Je stärker die Senkung ausfällt, desto öfter muss hier gepumpt werden. Ein Pumpenausfall kann dabei zu kritischen Zuständen führen. Bereits nach 30 Minuten drohen hier die ersten Wasserschäden.

Welche Auswirkungen der Grundwasserentzug auf die Oberfläche haben kann, zeigt die folgende Animation, die uns freundlicherweise von Herrn Immekus (Markscheider) zur Verfügung gestellt wurde:

 

Grundwasserentzug