Öffentliche Podiumsdiskussion am Donnerstag, 23.03.2017

 

Die Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten NRW e.V. veranstaltet am Donnerstag, den 23.03.2017 um 19.30 Uhr, im Saal der Gaststätte van Gelder, Pastor –Bergmann-Str.29, 46487 Wesel-Büderich eine öffentliche Podiumsdiskussion.

Das große Thema, sind die Schäden, die im linken Rheinbogen zwischen Rheinberg und Xanten, durch den Salzbergbau verursacht werden. Es geht um die Feststellung, die Bewertung und den Schadenersatz bei den Gebäudeschäden. Ein noch größeres Risiko stellt die durch Bodensenkung verursachte Trichterbildung und Vernässung von Kulturflächen dar, die bei hohem Wasseraufkommen, wie zum Beispiel bei Starkregen, auch Leib und Leben gefährden.

Bereits zugesagt haben:

Landtagsabgeordnete:

Herr Schneider (SPD)

Herr Meesters (SPD)

Frau Zentis (Grüne),

Herr Hovenjürgen (CDU)

Vertreter / Abgeordnete des Kreises Wesel:

Herr Bovenkerk (CDU)

Herr Terwiesche (FDP)

Vertreter der Kommunen:

Herr Paus (1. Abgeordneter der Stadt Rheinberg)

Herr Hetkamp (Vertreter der Stadt Wesel)

Darüber hinaus:

Herr Debusmann (Vorsitzender der Schlichtungsstelle Bergschaden NRW)

Herr Immekus (Markscheider)

Herr Behrens (Vorsitzender Landesverband Bergbaubetroffener NRW)

Herr Kempken und Herr Dr. Kühn (beide LINEG)

 

Weitere Zusagen liegen uns momentan noch nicht vor.

 

Wichtige Informationen zum Planfeststellungsverfahren der LINEG

Hier können Sie sich über die inzwischen vorliegende Stellungnahme der Stadt Rheinberg zum Planfeststellungsverfahren informieren: Stellungnahme der Stadt Rheinberg.

 

 

Der Steinsalzbergbau hat zu Veränderungen an der Erdoberfläche geführt. Dadurch bedingt besitzen die Oberflächengewässer teilweise keinen natürlichen Weg mehr zum Abfließen. Zum Anderen werde der Abstand zwischen der Erdoberfläche und dem Grundwasser durch die abbaubedingten Setzungen zum Teil so weit verringert, dass bestehende Bausubstanz langfristig gefährdet werden könne und die Bewirtschaftung von Äckern und Wiesen eingeschränkt werde.

Aus diesem Grund plant die LINEG weitreichende Änderungen, die im Planfeststellungsverfahren "Gewässerregulierung Nordgebiet bis zum Zeitschnitt 2025" aufgeführt sind, welches nun anläuft. Vom 16.01.2017 bis zum 17.02.2017 können Bürger den Plan an verschiedenen Orten einsehen.

Leider ist bislang nichts bekannt geworden, ob es nachteilige Auswirkungen für die Bürger gibt oder ob nicht! Daher empfehlen wir, vorsorglich eine Einwendung fristgerecht vor dem 01.03.2017 einzureichen!

Weitere Informationen finden Sie unter dem Menupunkt Planfeststellungsverfahren LINEG.

Folgende Übersichtskarte zeigt die geplanten Maßnahmen

(Quelle: Kreis Wesel - sonstiges_karte_507_massnahmen.pdf (46928 kB)):

 

Wir fordern eine Schiedsstelle und erstellen ein Schadenskataster!

 

Wie bereits in der Presse angekündigt, erarbeiten wir ein Schadenskataster. Die von der Solvay beauftragte Firma Cavity spricht auch gegenüber der Landesregierung nur von Einzelfällen.

Darüberhinaus von anderen Schadensursachen, die nicht den Salzbergbau betreffen.

 

In dem Bericht der Lokalzeit NRW vom 06.05.2016 wurden unter anderem die Probleme an den katholischen Kirchen in Büderich und Menzelen dargestellt. Den Bericht können Sie in der Rubrik "Die BI im Fernsehen" noch einmal ansehen.

 

Der Landtagsabgeordnete René Schneider (SPD) nimmt klar Stellung in dem Interview auf die Frage des WDR Redakteurs:

"Jetzt sagt die Cavity aber, wir haben bisher immer einvernehmliche Lösungen gefunden. Wir haben das ganz gut im Griff. So eine Schiedsstelle brauchen wir gar nicht. Was sagen Sie dazu?"

 

Rene Schneider: "Wenn alles einvernehmlich gelaufen wäre, gäbe es zum einen die Bürgerinitiative nicht - mit den vielen vielen Menschen, die sich da organisiert haben - ich glaube zur Gründungsveranstaltung waren mehrere hundert zugegen, die ja auch ihre Wut zum Ausdruck gebracht haben. Und wenn es wirklich alles einvernehmlich gewesen wäre, sage ich - Mensch Cavity, Ihr habt kein Risiko - kein finanzielles - dann könnt Ihr auch beitreten. Weil letzten Endes ja finanziell zum Tragen kommen für die Cavity nur solche Fälle, die auch tatsächlich vorgebracht werden bei der Schiedsstelle. Gibt es keine, kostet sie auch nichts." [...]

 

(Zum Ende des Interviews plädiert René Schneider noch einmal für die Schiedsstelle), "weil letzten Endes hinter der Cavity steht eine Solvay und die Solvay hat im vergangenen Jahr 400 Millionen Euro Gewinn gemacht und ich glaube da sollte noch genug in der Portokasse sein, um den Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen." 

 

Auch aus unseren Gesprächen mit Bürgern wissen wir, dass viele Schäden vorhanden sind und wie Cavity damit umgeht (Zitat eines Betroffenen: "Im Treppenhausbereich und in der Wirtschaftsküche sind die Risse gut zu erkennen, und es werden immer mehr, nur die Cavity erkennt diese nicht an."). Auch der Pressebericht in der NRZ vom 26.01.2016 zeigt das dreiste Vorgehen der Cavity: "Denn in 99,5 Prozent aller gut 600 Fälle habe es in den vergangenen 25 Jahren einvernehmliche Lösungen mit den Hauseigentümern gegeben. Diese Zahl nennt Reinhard Maly, Geschäftsführer und Markscheider der Cavity GmbH mit Sitz in Rheinberg. „Wir werden im Zweifelsfall immer für den Bürger votieren“, sagt Maly. „Es sei denn, es handelt sich nicht um Bergschäden."

 

Um das zu ändern und die Gesamtheit der vielen Schäden im Abbaugebiet zu dokumentieren, erstellen wir nun ein Schadenskataster. Wir bitten Sie um Ihre Mithilfe!

 

Überprüfen Sie Ihre Gebäude und Grundstücke auf Schäden! Melden Sie uns Ihre Schäden!

Welche Schäden auftreten können zeigt das folgende Schaubild:

(vielen Dank an Herrn Immekus für die Erlaubnis zur Nutzung des Bildes auf unserer Seite)

 

Ihr Schaden wird von uns nur registriert. Der Cavity sollten Sie den Schaden zusätzlich melden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Sie haben noch keine Schäden am Haus und denken, dass Sie nicht betroffen sind?

Dann stellen Sie sich bitte nur diese eine Frage:

Wohne ich im Salzabbaugebiet der Esco bzw. im ehemaligen Abbaugebiet der Solvay?

 

SIE SIND BETROFFEN !

 

Vielleicht noch nicht heute, aber in der Zukunft!

 

Unterstützen Sie uns! Werden Sie Mitglied (Hier finden Sie den Antrag)! Die Mitgliedschaft ist kostenlos!

 

Machen Sie Werbung im Freundeskreis und Bekannten-Kreis!

Laden Sie sich die Beitrittserklärung zum Ausfüllen im Download-Bereich unserer Homepage herunter.

 

Mit einer großen Mitgliederzahl können wir die Forderung nach einer dringend notwendigen Schlichtungsstelle wesentlich stärker untermauern.

 

Nur gemeinsam und mit einer repräsentativen Anzahl von Vereinsmitgliedern können wir unser Vereinsziel und damit die Regulierung berechtiger Ansprüche erreichen!