Bürgerfunk Radio KW am 12. November

Wir werden weiterhin regelmäßig im Radio KW Bürgerfunk über den Salzbergbau berichten. Jeweils am 2. Freitag eines Monats werfen wir einen Blick auf den Salzbergbau, auf aktuelle Entwicklungen zum anstehenden Planfeststellungsverfahren und werden Interviews mit Experten zu diesem Thema durchführen.

Die nächste Sendung:

Freitag, 12. November 2021 ab 20:04 Uhr: Das Thema der Sendung wird kurzfristig bekanntgegeben.

Die letzte Sendung:

Freitag, 8. Oktober 2021: Bricht ein Deich oder flutet ein Starkregenereignis den Niederrhein, was geschieht dann?

Die Sendung wurde auf der Informationsveranstaltung des Deichverbandes Xanten–Duisburg aufgezeichnet und enthält Orginalaufzeichnungen aus der Veranstaltung, sowie Interviews mit dem Deichgräf Viktor Paßens, Geschäftsführer Tobias Faasen und Dr. Ing. Ronald Haselsteiner.

Diese Sendung, sowie alle bereits gelaufenen Sendungen können Sie in unserer Rubrik die BI in Radio und TV nachhören.

 

K&S lässt Bürgerinformation zum Salzbergbau platzen

Hat das mit der bevorstehenden Offenlegung im Planfeststellungsverfahren zu tun?

 

Wie die Kommunen in Alpen, Rheinberg und Xanten gestern in Ihrer Pressemitteilung verkündeten, wurde die für Ende Oktober geplante Bürgerinformation zum Salzbergbau abgesagt. Während der Veranstaltung – die als Podiumsdiskussion geplant war - sollten unter anderem Vertreter der Bezirksregierung, der Kommunen, der Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten NRW, sowie das Bergbauunternehmen K&S Frage und Antwort für ca. 300 Bürger in der Stadthalle in Rheinberg stehen.

Laut unseren Informationen hat K&S die Teilnahme an der geplanten Veranstaltung per E-Mail abgesagt. Als Grund wurde der angeblich nicht vorhandene Informationsbedarf in der Bevölkerung genannt. Außerdem sei durch die im Internet veröffentlichten Informationen, sowie die angebotenen Informationsveranstaltungen im Werk in Borth ein ausreichendes Informationsangebot vorhanden.

 

Wir kritisieren das Vorgehen der K&S stark und vermuten einen taktischen Grund. Laut Informationen, die uns von der Bezirksregierung in Arnsberg vorliegen, werden aktuell die letzten Unterlagen bei der K&S zusammengetragen und ein erster Entwurf des Antrags soll ca. Ende Oktober / Anfang November eingereicht werden. Dieser werde dann zunächst bei der Bezirksregierung auf juristische, markscheiderische und bergtechnische Aspekte durchgesehen. Die Bezirksregierung rechnet mit der Einreichung der Unterlagen für Ende November. Gemäß dem Verwaltungsverfahrensgesetz fordert die Bezirksregierung dann innerhalb eines Monats (also bis Ende Dezember 2021) die Stellungnahme der Behörden, sowie die Offenlegung in den Kommunen an.

 

Wir vermuten stark, dass die K&S ihr Planfeststellungsverfahren möglichst ruhig und ohne viel Öffentlichkeit durchziehen möchte. Außerdem sehen wir es erneut kommen, dass ein Antrag in der Ferienzeit für die Stellungnahmen und Einwände offengelegt wird – wie dieses schon bei der Beantragung der Explorationstunnel in den Sommerferien 2020 erfolgte.  Hier fordern wir die K&S auf, den Antrag so einzureichen, dass die Offenlegung außerhalb der Weihnachtsferien erfolgt!

 

Ergebnisse der Jahreshauptversammlung vom 28.09.2021

 

Wir möchten Sie hiermit über die durchgeführte Jahreshauptversammlung am vergangenen Dienstag, 28.09.2021 informieren. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde diese zum ersten Mal online durchgeführt.

 

Die Wahlen ergaben folgende Ergebnisse:

 

2. Vorsitzender: Dr. Karl Krebber-Hortmann (Wiederwahl)

Kassiererin: Dr. Claudia Kerkhoff (Wiederwahl)

Beirat: Akke Wilmes (neu)

Als Kassenprüfer wurden Helmut Braun und Martin Priem gewählt.

Wir möchten uns hiermit auch herzlich beim ausgeschiedenen Beirat Wilhelm Fischer für seine Mitarbeit in der Bürgeriniative bedanken.

 

Resolution zum Salzbergbau - Einstimmige Verabschiedung in bereits zwei Kommunen

Das seitens der Bürgerinitiative in die Räte der Städte Alpen, Rheinberg, Wesel und Xanten eingebrachte Resolutionspapier wurde bereits in den Räten der Städte Wesel und Xanten einstimmig verabschiedet. Die Entscheidungen in den Stadt- bzw. Gemeinderäten in Alpen und Rheinberg steht noch aus. Auch von dort erhielten wir bereits positive Signale. Die Resolution beinhaltet drei Kernforderungen. Die Einrichtung einer Erfassungsstelle für Bergschäden beim Kreis Wesel, die Forderung des Beitritts der Bergbauunternehmen in die Schlichtungsstelle Bergschaden NRW, sowie die Einrichtung eines Fonds oder einer Stiftung analog der RAG Stiftung (Steinkohle), um Ewigkeitskosten insolvenzsicher abzufangen.

Der Resolutionsentwurf wurde im Vorfeld an den Landrat des Kreises Wesel, an die Bürgermeister*innen und Fraktionen aller Parteien in den Kommunalparlamenten der betroffenen Städte und Gemeinden Alpen, Rheinberg, Xanten und Wesel sowie den Kreis Wesel gesendet. Die Vertreter der Bürgerinitiative waren überwältig von den Wünschen der Politiker, sich über das Thema auszutauschen. In zahlreichen gemeinsamen Gesprächen konnte ein fruchtbarer Dialog mit der Politik aufgebaut bzw. gefestigt werden. Es gab eine starke parteiübergreifende Identifikation mit den genannten Forderungen der Initiative und viele konstruktive Vorschläge wie diese konkret umgesetzt werden könnten.

In der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses im Kreis Wesel wurde die Resolution ebenfalls verabschiedet, allerdings wird aktuell die Möglichkeit der Umsetzung einer Erfassungsstelle und deren Ansiedlung beim Kreis oder alternativ bei der Bezirksregierung in Arnsberg geprüft. Darüber hinaus prüft die Kreisverwaltung auch, wie ein Fond bzw. eine Stiftung eingerichtet werden könnte.

Den Wortlaut der Resolution können Sie sich hier ansehen.

 

WDR Fernsehen - Heimatflimmern

In der Sendereihe Heimatflimmern wurde eine Reportage über das Thema "Weißes Gold" im WDR Fernsehen ausgestrahlt.
Wir von der Bürgerinitiative sind dort ebenfalls in einem Beitrag vertreten. Wir berichten über die Bergschäden und zeigen dabei die Kanalbaustelle und Schäden an Häusern in Ginderich, sowie die Schäden in der katholischen Kirche in Menzelen.

Die Sendung können Sie sich in der Mediathek des WDR ansehen: https://www1.wdr.de/fernsehen/heimatflimmern/sendungen/weisses-gold-nrws-salzwelten-100.html

 

Seit kurzem online - Satellitengestützte Messungen von Bodenbewegungen

Vor wenigen Tagen hat der Bodenbewegungsdienst Deutschland die von dem Copernicus Satelliten ermittelten Bodenbewegungen online gestellt.
Auf der Seite des BGR heißt es dazu:
"Bodenbewegungen können eine Gefahr für Bevölkerung und Infrastruktur darstellen. Daher werden seit langem Bewegungsprozesse im Bereich von Untertagenutzung (z..B. Bergbau, Geothermie) relevanter Infrastruktur (z.B. Deiche, Brücken) mit terrestrischen Vermessungsmethoden (z.B. Nivellement, GPS) überwacht. Moderne Fernerkundungsmethoden, wie die satellitenbasierte SAR-Interferometrie (InSAR) ermöglichen kosteneffiziente Messungen von Bodenbewegungen mit hoher Präzision (Radarfernerkundung). Um eine nationale operationelle Nutzung der Copernicus Daten und der InSAR-Technik zu unterstützen, setzt die BGR den BodenBewegungsdienst Deutschland (BBD) um. Die erzeugten Daten-Produkte können z.B. von Behörden zur verbesserten Gefahrenabwehr, Raum-, Stadtplanung etc. genutzt werden.
Der Kerndatensatz des BodenBewegungsdienstes Deutschland basiert auf bundesweiten Copernicus Sentinel-1 Daten, die mittels des Persistent Scatterer Interferometrie (PSI) Verfahrens verarbeitet werden."
 
Sie können auf der bereitgestellten Karte bis auf Ihr Grundstück heranzoomen und einen Messpunkt in der Nähe ansehen. Die Seite läßt sich mit dem Link: https://bodenbewegungsdienst.bgr.de/mapapps/resources/apps/bbd/index.html?lang=de erreichen.
Die folgenden beiden Sceenshots (Quelle o.g. Link zum Bodenbewegungsdienst - © Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe 2020 / Contains modified Copernicus Sentinel data 2020) zeigen die Übersichtskarte, sowie Beispieldaten eines Messpunktes. Die Messungen beinhalten den Zeitraum von 2014 - 2019. In diesem Zeitraum sind - je nach Ort des Messpunktes - Senkungen von bis zu 200 mm (im Bereich Eppinghoven) eingetreten.
 
 

Die Bürgerinitiative ist nun auch auf Instagram und Twitter zu finden

Seit dem 22. Februar 2021 ist die Bürgerinitiative neben Facebook nun auch auf zwei weiteren Social Media-Kanälen aktiv:
 
https://www.instagram.com/bi_salz_2016/
 
https://twitter.com/bi_salz
 
Wir werden auch auf diesen Kanälen interessante und aktuelle Informationen teilen. Es lohnt sich, die Kanäle zu abonnieren!
Die aktuellsten Tweets gibt auch zum Ausklappen links auf unserer Seite.

 

Die Erkundungstunnel kommen!

Genehmigung wurde durch die Bezirksregierung in Arnsberg erteilt

Wir erhielten die Information darüber, dass die Erkundungstunnel von der Bezirksregierung in Arnsberg genehmigt wurden. Die Genehmigung erfolgte ohne die von uns geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung mit der folgenden Begründung: "In den Stellungnahmen des Kreises Wesel, der Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten und der Stadt Xanten wird die Forderung der Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung für die Auffahrung der Erkundungsstrecken erhoben. Dieser Forderung kann nicht gefolgt werden, da von dem Vorhaben keine anderen oder zusätzlichen erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen hervorgerufen werden.[...] Die durch die Auffahrung der Explorationsstrecken verursachten Senkungn sind sehr gering. Mit dem Versatz sind Senkungen von maximal 7 cm zu erwarten."
 
 
 

Salzabbau bald auch unter Ihrem Gebäude?

Neue Gebiete in Xanten/Birten/Veen/Alpen/Menzelen/Borth/Wallach geplant !

 

Die Bürgerinitiative der Salzbergbauge­schädigten NRW e.V. macht auf die geplante Erweiterung des Salzbergbaus in den Bereichen Xanten/Birten/Veen und Menzelen-West/Borth/­Wallach aufmerksam. Die Firma K+S Minerals and Agriculture GmbH (vormals Esco) plant den bestehenden und bereits zeitlich über das Jahr 2025 verlängerten Rahmenbetriebsplan noch durch neue, bisher nicht vom Salzabbau betroffene Gebiete, zu erweitern. Die Ausweitung des geplanten Salzabbaus soll insgesamt zu Senkungsbereichen in der Größe von ca. 4700ha führen. Die Vorbereitungen dieses Verfahrens hat die Firma Solvay/ESCO/Cavity durch eine planerische Mitteilung eröffnet. Die Erörterung des geplanten Umfangs und der Inhalte der Umwelt­verträg­lichkeits­prüfung wurden in einem Scoping Termin am 26.11.2019 den betroffenen Kommunen und Verbänden sowie der Bürger­initiative vorgestellt.

Kartenmaterial aus der Planerischen Mitteilung - veröffentlicht im RIS der Stadt Xanten

Es wird zu großflächigen Senkungen kommen !

Auch außerhalb der 5 cm Linie gibt es noch Senkungen bis zur Nulllinie

Die folgende Karte zeigt die prognostizierten maximalen Senkungen (in cm) im Abbaugebiet nach Bodenruhe:

 Kartenmaterial aus der Planerischen Mitteilung - veröffentlicht im RIS der Stadt Xanten

Gerade im Randgebiet sind Schäden am Größten

Aus den Erfahrungen aus dem Altabbaugebiet (Büderich, Ginderich, Menzelen, Borth, Wallach) treten vor allem im Randgebiet die größten Schäden auf. Die folgende von der Bürgerinitiative erstellte Grafik gibt einen Einblick in die Problematik

Schadensbilder zweier Gebäude im Randgebiet

 

 

Was kommt noch auf den Bürger zu?

Es ist bisher noch nichts entschieden, aber sollte der Bergbau in diesen Gebieten kommen, so bringt das beträchtliche Veränderungen für alle betroffenen Bürger/innen mit sich, die in diesem Abbaugebiet und darüber hinaus wohnen:

  • Senkungen des Erdreiches bis zu 3 Metern!
  • Schäden an Gebäuden, Schieflage, Risse bis hin zur möglichen Zerstörung der kompletten Bausubstanz,
  • Fehlende Neutralität bei der Bewertung der Schäden. Diese erfolgt durch das Bergbauunternehmen selbst. Es gibt bisher noch keine Bereitschaft der Unternehmen, sich der Schlichtungsstelle Bergschaden NRW anzuschließen.
  • Schäden an der Infrastruktur: Abwasserkanalbrüche in den Straßen und an den Hausanschlüssen,
  • Vernässungen von Kellern und Grundstücken durch Grundwasser
  • Deutlich erhöhte Hochwassergefahren - die Abbaugebiete werden zur „BADEWANNE“ ohne Abfluss,
  • Bei einer Überschwemmungs-Katastrophe werden durch die Bodensenkung wesentlich größere Gebiete überflutet als bishser, ebenso wird die Schadenshöhe und Gefährdung der Bevölkerung wesentlich erhöht,
  • Tag und Nacht, gibt es Sprenggeräusche und leichte Erschütterungen,
  • Absenkungsauswirkungen bis zu 200 Jahre sind prognostiziert somit unvermeidbar Langzeitschäden zu erwarten,
  • Bei den  prognostizierten Absenkungszeiträumen von 200 Jahre beträgt die Haftung des Bergbauunternehmens nur 30 Jahre. Danach steht der Bürger und Grundbesitzer alleine für den Schaden gerade der durch den Bergbau entstanden ist nach der heutigen Rechtsprechung.
  • Es könnte sich eine Wertminderung Ihrer Immobilie und der Grundstücke ergeben.
  • Keine Rechtschutzversicherung bezahlt die Klagen gegen den Bergbau.

 

Gemeinsam sind wir stark!

 

Es hat sich inzwischen ein Kreis von Bürgern zusammengeschlossen, die mit der Bürgerinitiative zusammen an weiteren Aktivitäten arbeitet.

Schließen Sie sich dieser Gruppe an und unterstützen Sie uns! Kontaktieren Sie uns über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir zählen auf Sie!

 

Neben den Informationsveranstaltungen haben wir eine neue Rubrik auf unserer Homepage eingefügt: Neue Abbaugebiete (Xanten/Birten/Veen sowie Alpen/Borth/Menzelen). Dort finden Sie weitere Informationen zum Thema.

 

Werden Sie kostenfrei Mitglied!

Die Mitgliedschaft in der Bürgerinitiative ist kostenlos. Werden Sie noch heute Mitglied und nutzen Sie unseren Online-Mitgliedsantrag.