Gespräche mit Landtagsabgeordneten


In diesem Monat haben wir erneut mit Landtagsabgeordneten Gespräche geführt und werden diese mit Abgeordneten der anderen Fraktionen im kommenden Monat fortsetzen.

In getrennten Gesprächen mit Gudrun Zentris (Grüne) bzw. Josef Hovenjürgen/Josef Wirtz (CDU) traf sich die Bürgerinitiative, um den aktuellen Stand der Arbeit der BI, die besonderen Gegebenheiten beim Salzbergbau, sowie unsere Forderungen im Austausch darzulegen.

 

Den Politikern wurden die Probleme im Bereich des Salzbergbaus verdeutlicht:
Kernproblem ist die Absenkung des gesamten linken Rheinbogens bis zu 4,5 m an der tiefsten Stelle. Die Bergruhe im Salzbergbau ist aber erst in 100 Jahren erreicht, so dass weitere Absenkungen unvermeidbar sind. Der Grundwasserpegel muss deshalb dauerhaft großflächig abgesenkt werden (Ewigkeitspumpen), um den Mindestflurabstand („trockene Keller“) zu gewährleisten. Bei Starkregen besteht die Gefahr, dass trichterförmige Senken im Gelände volllaufen. Für diese Risikogebiete ist kein natürlicher Abfluss gegeben. Eine dadurch bedingte lang andauernde Staunässe in den überfluteten Flächen führt zu neuen Problemen.

 

Angesprochen wurde auch die Situation im Bereich des Winnenthaler Kanal. Ausgangspunkt ist folgende (Ausnahme-) Situation. Starkregen und Hochwasser treffen zusammen und die elektrische Versorgung der Hochwasserpumpanlage (PAHV) Winnenthaler Kanal fällt mehrere Tage aus. Die Bislicher Insel ist vorrangig Naturschutzgebiet und nur begrenzt Retentionsfläche. Größere Wassermassen würden dann weite Teile im Xantener Bereich überfluten. Die Deichhöhen müssen zwingend durchgängig an die zu erwartenden Absenkungen angepasst werden.

 

Eine Kernforderung unserer BI ist vor allem die zeitnahe Einrichtung einer Schlichtungsstelle. Im kommenden Monat sollen weitere Gespräche mit der SPD und der FDP erfolgen.

Am morgigen Freitag, 30.09. findet die nächste Unterausschußsitzung im Landtag NRW statt. Unter anderem werden dort auch die folgenden Themen behandelt:
Aktuelle und prognostizierte bergbaubedingte Bodensenkungen am Niederrhein (Rheinberg - Wesel)
Arbeit der Schlichtungsstellen für Bergbaugeschädigte in NRW (mit der Frage: Wie werden die Bestrebungen zur Einbindung der Salzbergbaugeschädigten in die Schlichtungsstelle Steinkohlebergbau bewertet?

 

21.000 Senken in Büderich und Ginderich

Wie bereits berichtet, wurde für Büderich in den vergangenen Monaten eine Kanalüberprüfung durchgeführt. Die Stadtwerke Wesel haben eine topographische Analyse erstellt, um Fließwege und Senken in Büderich und Ginderich zu ermitteln. Das Ergebnis ist beunruhigend und hat die Weseler Politik zum Nachdenken veranlasst. Allerdings werden wir hier am Ball bleiben, da uns Willensbekundungen nicht ausreichen. Ein Gespräch mit der Bürgermeisterin der Stadt Wesel, Frau Westkamp, ist für den 02.11.2016 terminiert. Die Kanalsysteme sind grundsätzlich nicht für Starkregenereignisse ausgelegt. Sie sind bereits überdimensioniert, jedoch steht eine weitere Vergrößerung der Kanäle steht nicht zur Debatte, da diese dann zu groß wären und die Gefahr bestünde, dass Sie trockenfallen.

 

Das folgende Schaubild stellt dar, wie die Flächen in Büderich entwässern. Je dunkler die Fließwege eingefärbt sind, desto mehr Fläche entwässert auf diesem Wege. Darüberhinaus sind die Senken dargestellt.


Quelle: Ratsinfo_Stadt_Wesel

Weitere Informationen können Sie auf unserer Homepage erhalten, auf der auch ein Link zu den Ergebnissen enthalten ist.

 

Bekannte Schäden durch den Salzbergbau (Kataster)


In den vergangenen Monaten haben wir immer wieder darum gebeten, uns die Schäden an Gebäuden und auch an Straßen zu melden. Daher richten wir nochmals unseren Appell an Sie. Melden Sie uns Ihren Schaden. Wenn Sie das Schadensformular auf unserer Homepage nicht ausfüllen möchten, schreiben Sie einfach eine email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Wenn wir keine Einverständniserklärung von Ihnen vorliegen haben, dass wir Ihren Schaden auch in einer detaillierten Karte eintragen dürfen, so werden wir ihn lediglich auf einer Übersichtskarte (Orte) mit aufnehmen. Das hilft uns aber schon gewaltig weiter, da wir dieses als Dokument gegenüber der Bergbaubehörde und auch der Landesregierung verwenden können.

Vielen Dank im Voraus!

 

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