Einwirkungsbereich

Der Einwirkungsbereich bezeichnet die Planungsprognose bei Beginn des Abbaus. Es wird dargestellt, bis zu welcher Grenze Bergschäden zu erwarten sind. Bei Bodensenkungen wird die Grenze am sog. 10 cm-Senkungsrand des Senkungstroges angenommen, der durch den sog. Einwirkungswinkel bestimmt ist. Der Einwirkungswinkel ist in einer Bergverordnung (EinwirkungsBergV) für jedes Bergbaurevier und für jedes Einfallen des Flözes festgelegt. Innerhalb des Einwirkungsbereiches trägt der Bergbau die Beweislast gegen einen vermeintlichen Bergschaden.

Da es sich dabei um einen Blick in die Zukunft handelt, liegt das Problem darin, dass dieser definierte Einwirkungsbereich bisher nur sehr selten gegen geprüft wurde.

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Für den Salzbergbau wurde dieser Einwirkungswinkel allseitig auf 65 Gon in der EinwirkungsBergV festgelegt.


Bergruhe

Bergruhe lässt sich definieren als Zustand, in dem an der Erdoberfläche keine weiteren Senkungen mehr messbar sind. Im Kohlebergbau spricht man hier von ca. 30 Jahren, im Salzbergbau von bis zu 200 Jahren.

Rissbücher

In sogenannten Rissbüchern werden Auffälligkeiten an der Erdoberfläche verzeichnet. Allerdings werden Rissbücher zumeist 2 Jahre nach Abbauende eingestellt, welches ein Problem darstellt.